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Bezirksversammlung Schwaben 2026
Der stellvertretende Landrat des Landkreises Donau-Ries Erwin Seiler erhielt vom Bezirksvorsitzenden Josef Ambros als Erinnerung einen „Timmy“ aus Holz überreicht.
V.l.n.r.: Peter Aicher, Präsident des LIV, Erwin Seiler, stellvertretender Landrat Donau-Ries, Josef Ambros, Bezirksvorsitzender Schwaben und Kai Gajewski, Hauptgeschäftsführer des LIV.
Quelle: LIV/mr
Die Zimmerer Schwabens trafen sich am 29. Januar 2026 in Wemding zur jährlichen Bezirksversammlung. Dazu begrüßten der Präsident des Landesinnungsverbandes des Bayerischen Zimmererhandwerks (LIV) Peter Aicher, Hauptgeschäftsführer Kai Gajewski sowie Bezirksvorsitzender Josef Ambros neben 65 Teilnehmenden aus der Branche auch den stellvertretenden Landrat des Landkreises Donau-Ries Erwin Seiler und den Zweiten Bürgermeister der Stadt Wemding Johann Roßkopf.
Zu Beginn jedes Jahres kommen die Mitgliedsbetriebe und Vertreter des Landesinnungsverbandes in jedem der sieben bayerischen Bezirke zusammen. Diese regelmäßigen Treffen dienen dazu, aktuelle Entwicklungen im Zimmererhandwerk und im Holzbau zu besprechen sowie den direkten Kontakt zwischen Verband und den Zimmerern in örtlichen Innungen und Fachgruppen zu pflegen.
Der Bezirksvorsitzende Josef Ambros begrüßte die Teilnehmenden und rief die Zimmerer dazu auf mutig zu sein. Um Herausforderungen wie den Klimaschutz und den Wohnraummangel zu bewältigen, sei der Holzbau ein unverzichtbarer Baustein.
Präsident Peter Aicher informierte in seinem Vortrag über die Arbeit des Landesinnungsverbandes auf landes-, bundes- und europäischer Ebene. Dazu zählen unter anderem die Nachwuchsförderung, Öffentlichkeitsarbeit, strategische Verbandsentwicklung sowie aktuelle Forschungs- und Innovationsprojekte im Holzbau. „Unser Ziel ist die Etablierung von Holz als neuen Standard im Bauwesen“, betonte Aicher.
Auch der zweite Bürgermeister der Stadt Wemding, Johann Roßkopf erhielt vom Bezirksvorsitzenden Josef Ambros als Erinnerung einen „Timmy“ aus Holz überreicht.
V.l.n.r.: Peter Aicher, Präsident des LIV, Johann Roßkopf, 2. Bürgermeister der Stadt Wemding, Josef Ambros, Bezirksvorsitzender Schwaben und Kai Gajewski, Hauptgeschäftsführer des LIV.
Quelle: LIV/mr
Auch Erwin Seiler, stellvertretender Landrat des Landkreises Donau-Ries, und Johann Roßkopf, zweiter Bürgermeister der Stadt Wemding. hießen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ebenfalls in Wemding willkommen. Seiler freute sich über die vielen anwesenden Zimmerer aus seinem Landkreis. Bürgermeister Roßmann wollte die Nachwuchsarbeit besonders hervorheben: „Ich war sehr beeindruckt von den neuen Ausbildungszahlen.“
Arbeitsschutz und Künstliche Intelligenz
Im Hauptteil bot die Bezirksversammlung den Teilnehmenden einen praxisnahen Überblick über aktuelle Fachthemen, digitale Lösungen und neue Instrumente des Landesinnungsverbands, die den Arbeitsalltag in den Betrieben erleichtern.
Einen praxisnahen Einblick in den Bereich Arbeitssicherheit gab Andy Görner der BG BAU. Vorgestellt wurde das Leistungsangebot der Berufsgenossenschaft und ihrer Tochterunternehmen, die Betriebe bei der Organisation von Betriebsärzten und Sicherheitsfachkräften unterstützen sowie finanzielle Anreize in Form von Arbeitsschutzprämien bieten.
Ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung lag auf dem Thema Künstliche Intelligenz. Unter dem Titel „KI – Wo geht die Reise hin?“ zeigte Robert Falkenstein vom Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk, wie Künstliche Intelligenz Handwerksbetriebe bereits heute konkret unterstützen kann, etwa bei der Baustellendokumentation, der Erstellung von Materiallisten oder der strukturierten Bearbeitung von E-Mails.
Neuigkeiten im Jahr 2026, Nachhaltigkeit und digitale Werkzeuge des Verbandes
Hauptgeschäftsführer Kai Gajewski gab einen Überblick über aktuelle politische und rechtliche Entwicklungen. Themen waren der Bauturbo und seine möglichen Auswirkungen auf die Bauwirtschaft, die Entwicklung der Lohnkosten sowie rechtliche Neuregelungen ab 2026, etwa zur Bewertung von Fahrzeiten als Arbeitszeit. Außerdem stellte er den neuen Nachhaltigkeits-Piloten des Landesinnungsverbandes vor. Das Tool ermöglicht Mitgliedsbetrieben die einfache Berechnung von CO₂-Emissionen sowie die schnelle Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts und steht exklusiv den Innungsbetrieben zur Verfügung.
Valentin Klingler, Verbandsreferent für Nachhaltigkeit und Effizienz im Holzbau, präsentierte im Anschluss aktuelle Forschung und ihren konkreten Nutzen für die Betriebe, gab einen Überblick über die aktuelle Förderlandschaft und beantwortete die Frage, welche Nachweise im Rahmen der PEFC-Zertifizierung erforderlich sind.
Abgerundet wurde das Programm durch einen Vortrag von Andreas Kraft, Verbandsreferent für Technik und Umwelt. Er präsentierte eine neue digitale Lernplattform des Landesinnungsverbandes für seine Mitgliedsbetriebe, mit der Mitarbeiterunterweisungen einfach, schnell und rechtssicher dokumentiert werden können.
Belange des Regierungsbezirks
Wie gewohnt standen im abschließenden Teil der Bezirksversammlung die Besprechung der spezifischen Anliegen des Regierungsbezirks im Mittelpunkt.